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INSIDE TALK

Das Rautendach

Die Dachkonstruktion des neuen Hauptbahnhofs Wien repräsentiert mit ihrer harmonischen Gestalt, ihrem Rhythmus und Schweben, eindeutig und einzigartig die Stadt Wien.

Das Dach ist in fünf lange und jeweils bis zu fünf Mal geknickte Parallelbahnen aufgeteilt. Sie liegen auf schrägen, in 40 m-Abstand positionierten Doppelstützen-Stahlböcken. Die Länge eines Rautentisches beträgt 80m. Dort, wo eine Dachbahn nach oben geknickt ist, wurde die benachbarte nach unten gefaltet. Durch diese Versetzung entstehen rautenähnliche, verglaste Öffnungen zwischen „Wellenbergen“ (Firsten) und „Tälern“ (Traufen).

Die aneinander liegenden Parallelbahnen beim oberen Knick sind breiter und beim unteren schmäler, wodurch sie sich an diesen Stellen überlappen und verzahnen. Durch die Faltung entsteht eine Zickzack-Silhouette, in deren vertikalen Glaselementen/Lamellen die komplette Brandrauchentlüftung des Gleisgeschosses sichergestellt ist.

                                                                   DACH

Tageslicht wird nicht nur durch die Öffnungen zwischen den versetzten Sätteln auf die Bahnsteige geführt, sondern auch durch Verglasungen rautenförmiger Flächen in der Mitte der Firste. In mehrfacher Hinsicht wird so das Rautenmotiv horizontal und vertikal variiert, was einen durchaus dynamischen Eindruck erzeugt. Die komplexe Stahlkonstruktion, die das ermöglichte, wurde von Stahlbau Unger gebaut und mit Alucobondplatten als Unteransicht versehen. An der Untersicht wurde hinter den Aluplatten zum Brandschutz zusätzlich auch Promatplatten angebracht. Das Ostende des 34.000 m2 großen Dachs läuft in fünf einfache Bahnsteig-Flachdächer mit verbreiterten Abschlüssen und 1.500 m2 Photovoltaik-Paneelen aus.

Die Dachhaut stellt ein Aluminium-Gleitbügeldach dar, auf dem bereits mehrere Modeaufnahmen renommierter Unternehmen gezeigt wurden.

 

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